Leistungsphysiologische Gesichtspunkte:

Bedingt durch die Streckenlänge ergeben sich Gehstrecken bis zu ca.7-10 km bei einem 18 Loch Spiel. Der Zeitaufwand beträgt ca. 4-5 Stunden, wobei die reine Fortbewegungszeit ca. 100min dauert. Etwa 50min beanspruchen die Schlagvorbereitung und ca. 120min die Schläge der Flightpartner. Der Golfschwung selbst dauert nur ca. 2-3 Sekunden.

Der Energieaufwand spielt sich nur im aeroben Bereich (Energiegewinnung aus Sauerstoff) ab. Ein Laktatanstieg (über 2,5 mmol/l) wird sich in der Regel im Blut nicht finden lassen. Die Sauerstoffaufnahme steigt während eines Spiels auf das 2 bis 4-fache gegenüber Grundumsatzbedingungen an; dies entspricht einem Kalorienverbrauch von ca. 4 - 5 kcal/min. Während einer 18-Loch Runde werden ca. 1.500 kcal verbraucht. Im Vergleich dazu verbraucht ein Sportler bei 2 Std. Tennis ca. 960 kcal und ein Jogger in 1 Std. ca. 700 kcal. Messungen haben ergeben, dass der Cholesterinspiegel nach 18 Löchern um durchschnittlich 15 Prozent und das Körpergewicht um ca. 1 kg reduziert wird. Bei einem Flüssigkeitsverlust von ca.  2 Prozent  des Körpergewichtes reduziert sich die Ausdauer- und Konzentrationsfähigkeit des Spielers erheblich.

Beanspruchung des Stütz- und Bewegungssystems:

Während des Golfschwunges werden fast alle Muskeln bewegt und koordiniert. Die Koordination ist der wesentliche Faktor um einen optimalen Schwung zu erreichen. Die Vorrausetzung für eine Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten ist eine Verbesserung von Kraft und Ausdauer allg., speziell aber Rumpfkraft und Flexibilität. Man sollte keine Muskelberge produzieren, eine physiologische Grundausstattung ist jedoch unabdingbar!

Belastungslimitierend ist das häufige Üben monotoner Bewegungsabläufe (driving range), ohne ein entsprechendes Ausgleichstraining. Die Hälfte aller Golfverletzungen und Golfschäden betreffen die Wirbelsäule. Als zentrales Stützorgan ist sie beim Golfen einer besonderen Belastung ausgesetzt. Durch Rotation beim Rück- und Durchschwung mit Translations - und Seitneigungen der Wirbelsäule, unter Umständen mit starker Hyperlordorsierung am Ende eines Durchschwunges mit kräftigem Finish, kommt es zu einer starken Beanspruchung der einzelnen Wirbelsäulenstrukturen.

Da in unserer heutigen Gesellschaft oft schon Vorschäden an der Wirbelsäule vorhanden sind, ist eine weitere Schädigung ohne fachgerechte muskuläre Prävention oft nicht zu vermeiden.
Insbesondere bei ungenügender Rumpf- und Beinmuskulatur mit muskulären Verkürzungen und Dysbalancen kann es dann bei unkontrollierten Schwüngen (Instabilität am Ende des Schwungs) oder unaufgewärmten Muskeln zu Verletzungen an den entsprechenden Muskelabschnitten kommen.
Selbst beim Putten (Ansprechposition) wird die Rückenstreckmuskulatur statisch derart beansprucht, dass es bei ungenügender Entwicklung zu Muskelverhärtungen kommen kann.

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Sven Böckelmann

Diplom Sportwissenschaftler
EGTF Teaching Professional
Golf-Fitness und Personal-Trainer

Mobil: 0170-4621476
svenboeckelmann@gmx.de